Hypericum calycinum

niedriges Johanniskraut

Pflanzempfehlung: 8 - 12 Pflanzen pro m² im Garten

Aus den Buchenwäldern Südosteuropas bis Kleinasiens stammt Hypericum calycinum, besser bekannt als niedriges Johanniskraut. Der wintergrüne Strauch bildet mit Ausläufern einen dichten Teppich. Der Halbstrauch wächst schnell, bleibt dabei aber mit maximal 40 cm relativ niedrig. Als besonders reizvoll erscheinen die grünlichen Jahrestriebe, welche sich sonnenseits rötlich verfärben und überhängend, teilweise auch am Boden aufliegend wachsen.

Die wintergrünen bis immergrünen Blätter wachsen gegenständig am Trieb, sind eiförmig, ledrig und 5 bis 10 cm lang. Ununterbrochen erscheinen von Juli bis September zwischen dem stumpfgrünen Laub wunderschöne bis zu 8 cm große goldgelbe Schalenblüten. Den besonderen Zierwert stellen die, aus den Blüten herausragenden, pinselartigen Staubgefäße dar. Diese können bis zu 3 cm lang sein.
 

Besonders in öffentlichen Grünanlagen ist Hypericum calycinum ein gern eingesetzter Bodendecker. Wirkungsvoll werden größere, schwer zu pflegende Hänge begrünt. Auch zur Unterpflanzung höher wachsender Gehölze eignen sich die gelb blühenden Zwergsträucher.

Hypericum calycinum ist recht genügsam und wächst in voller Sonne ebenso wie im Schatten. Dabei liebt das Johanniskraut mäßig trockene bis frische und vor allem gut durchlässige Substrate. Es gedeiht aber auch auf Sandböden. Auf sehr schweren, verdichteten Böden fühlt sich Hypericum nicht wohl und ein möglicher Rostpilzbefall wird gefördert. Im Allgemeinen sind die Pflanzen aber vollkommen anspruchslos, vertragen Hitze, Trockenheit und den Wurzeldruck größerer Bäume. Hypericum calycinum zählt zu den winterharten Zwergsträuchern. In sehr kalten Wintern, besonders in ungeschützten Lagen kann das Johanniskraut allerdings frostempfindlich sein und sogar teilweise zurückfrieren. Nach einem kräftigen Rückschnitt treiben sie aber immer wieder üppig aus.