Waldsteinia ternata

Teppich-Golderdbeere

Pflanzempfehlung: 8 - 12 Stück je m2 ​Pflanzen pro m² im Garten, Grab 13 - 18 Stück

Als entfernte Verwandte unserer heiß geliebten Erdbeere dient die Teppich-Golderdbeere als wertvoller Bodendecker. Ursprünglich kommt Waldsteinia ternata aus den lichten Wäldern Europas und Vorderasiens. Durch Rhizome breitet sie sich kriechend aus und ist dabei recht starkwüchsig. So bildet die Golderdbeere einen etwa 15 cm niedrigen, dichten Teppich. 

Ihre immergrünen, dicht behaarten Blätter sind etwa 6 cm groß. Zwischen diesem dunkelgrünen Laub erscheinen im April und Mai zahlreiche leuchtend goldgelbe Blüten, die den grünen Teppich in ein buntes Blütenmeer verwandeln.

Als Staude ist die Golderdbeere der ideale Begleiter für das Staudenbeet im Garten oder als Unterpflanzung von Gehölzen und Hecken. Da sie sehr konkurrenzstark ist, sollte Waldsteinia nur mit robusten Stauden kombiniert werden. Sie gedeiht selbst an Problemstandorten und eignet sich deshalb auch für die Garageneinfahrt oder gar als Rasenersatz unter großen Bäumen. 

Aktuellen Versuchsergebnissen der bayrischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Veitshöchheim zufolge, eignet sich Waldsteinia ternata nach einer intensiven Entwicklungspflege gut als flächige Alternative für Rasen. In einem dreijährigen Versuch wurden verschiedene Rasenersatzpflanzen auf Merkmale wie Flächendeckung, Vitalität und visueller Eindruck getestet. Waldsteinia ternata schnitt dabei stets recht gut ab. 

Ihr Name lässt schon vermuten, dass Waldsteinia im Halbschatten auf humosen, leicht feuchten Böden heimisch ist. Dort wächst sie recht flott, zeigt sich stets gesund und ist hart im Nehmen. Denn den Schatten großer Bäume erträgt sie ebenso geduldig wie deren Wurzeldruck. Wie die meisten Stauden braucht auch die Golderdbeere wenig Aufmerksamkeit und Pflege. Neben einer Grunddüngung im Frühjahr, die für ein flottes Wachstum sorgt, sollten ab und zu die Ausläufer in die richtigeRichtunggewiesenwerden.ImHerbstwerdendie Pflanzenvon der Laubdecke befreit, damit sie nicht faulen. Ansonsten sind keinerlei Pflegemaßnahmen notwendig.