Lonicera

Heckenkirsche

Klein - anspruchslos - vielseitig!

Nach dem Frankfurter Stadtphysiker Adam Lonitzer, der um die Mitte des 16. Jahrhunderts lebte und ein bekanntes Kräuterbuch schrieb, wurde die Heckenkische - auch geläufig als Geißblatt - benannt. Vor allem die strauchig wachsenden Arten werden als Heckenkirschen bezeichnet, während die Kletterpflanzen Geißblatt (besser bekannt als Jelängerjelieber) genannt werden.

Die zu den Geißblattgewächsen gehörende Gattung Lonicera umfasst etwa 180 sommer- und immergrüne Sträucher und Kletterpflanzen.

Die Blätter der Lonicera sind gegenständig, einfach, selten gelappt und meist ganzrandig. In den Blattachseln stehen paarweise oder endständig die Blüten zusammen. Die daraus entstehenden mehrsamigen Beeren sind meist unbekömmlich, teilweise schwach giftig. Bei einigen Arten sind sie wiederum sogar essbar.

Die Gattung Lonicera beschert dem Pflanzenverwender eine Reihe wichtiger, vielseitig verwendbarer Gehölze. Dabei kommt den sommergrünen, strauchförmigen, aufrechten Arten, wegen der unüberbotenen Frosthärte, Anspruchslosigkeit, Vitalität und Schattenverträglichkeit eine ganz besondere Bedeutung zu. Aber auch die immergrünen Formen werden als niedrige, bodendeckende Kleingehölze in halbschattigen Gehölzpartien immer wieder gern eingesetzt. Vor allem wegen der attraktiven und duftenden Blüten sind die windenden Arten so beliebt.

Alle Lonicera-Arten sind sehr genügsam und gegenüber ihrem Standort sowie der Wasserversorgung vollkommen anspruchslos. Denn mit ihrem tiefen Wurzelwerk überstehen sie sämtliche Trockenzeiten und auch den Wurzeldruck größerer Bäume.