Cotoneaster

Zwergmispel

Vielfältig – genügsam – wüchsig, all diese Eigenschaften treffen auf Pflanzen der Gattung Cotoneaster zu, auch Zwerg oder Kriechmispel genannt.
Betrachtet man die interessanten Pflänzlein einmal genauer, scheint die Verwandtschaft zum Apfel oder zur Birne selbstverständlich. Denn sie gehören ebenfalls der umfangreichen Pflanzengattung der Kernobstgewächse (Pyrinae) an und stammen damit aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae).

Das natürliche Verbreitungsgebiet der Zwergmispel ist Europa, das gemäßigte Asien sowie Nordafrika, man findet aber auch zahlreiche Exemplare im Himalaja und in den Gebirgen Südwestchinas. Damit sind sie meist absolut frosthart und an unser Klima gut angepasst.

Cotoneaster besticht mit absoluter Vielfalt – ob als immergrüner, sommer- oder wintergrüner Strauch, beziehungsweise Zwergstrauch (in milden Gebieten auch als kleiner Baum), die Zwergmispel fasziniert durch ihre Farb- und Formenvielfalt. Deshalb sind die Zwergmispeln in unterschiedlichen Arten und Sorten ein Muss für den Pflanzenverwender. Niederliegende, kriechende und überhängende Formen kommen ebenso vor wie buschige und kugelige Cotoneaster und lassen so der gestalterischen Hand jegliche Freiheit. Ein breites Spektrum verschiedener Sorten stellt für jede Anwendung die perfekte Pflanze zur Verfügung. Egal ob als Rasenersatz oder Hecke, zur Begrünung von Böschungen oder Hügeln, für Stein- oder Heidegärten, ja sogar zur Bepflanzung von Kübeln oder Trögen eignen sich die buschigen Sträucher ebenso wie zur Bepflanzung von Dächern oder Terrassengärten.

Im Unterschied zu den Pyracantha-Arten sind die Zweige nicht bewehrt, machen damit einen stachelfreien Umgang möglich und erleichtern die Arbeit. Die wechselständigen Laubblätter sind ungeteilt und ganzrandig. Die älteren dunkelgrünen Blätter färben sich bei einigen Sorten im Herbst in verschiedenen Tönen von Gelb, über Orange bis hin zum kräftigen Rot und geben einen unwiderstehlichen farblichen Reiz.

Eine ganz besonders schöne Augenweide sind zahlreiche kleine, weiße bis hellrosa Blüten, die je nach Art und Sorte meist von Mai bis Juni in Schirmrispen oder Schirmtrauben erscheinen. Dieser Verlockung können Bienen übrigens auch nicht widerstehen und tummeln sich regelrecht im Blütenmeer. Im Laufe des Sommers entwickeln sich kleine Beeren, die im Spätsommer leuchtend orangerote, tief rote oder sogar schwarze Färbungen annehmen. Der überaus reiche Fruchtbehang bleibt oft bis zum Februar haften und dient den gesamten Winter über nicht nur als Zier- sondern auch als Vogelnährgehölz. Die Kombination von dunkelgrünem Laub und strahlend roten „Apfelbeeren“ lässt die Sträucher im Winter besonders attraktiv erscheinen.